16.12.2025
Weihnachten: Tipps für die Geschenkeverpackung
Das dürfte niemanden wundern: Zu den Festtagen steigt das Müllaufkommen spürbar an - nicht zuletzt wegen der vielen Geschenkeverpackungen. Welche kann man recyceln und wie trennt man sie richtig?

Das behält auch zu Weihnachten seine Gültigkeit: Die richtige Abfalltrennung hilft dabei, Rohstoffe zu sparen, denn leere Verpackungen aus Papier, Pappe, Kunststoff oder Glas können wiederverwertet werden. Aber schon bei den vielen verschiedenen Variationen von Geschenk"papier" fragen sich viele, welches davon darf in die Papiertonne und welches nicht.

Die Initiative "Mülltrennung wirkt" hat dazu einige Tipps zusammengefasst.

Tipps rund ums (Geschenk-)Papier

Altpapier korrekt entsorgen: Gebrauchtes, unbeschichtetes Geschenkpapier, leere Kartonverpackungen oder Schachteln aus Papier und Pappe kommen ins Altpapier. Glitzersterne, Schleifen oder anderer Schmuck müssen vorher entfernt werden. Beschichtetes Geschenkpapier gehört dagegen in den Restmüll.

Zerreißprobe: Lässt sich das Papier nicht einfach zerreißen, ist es wahrscheinlich mit Kunststoff beschichtet. Beschichtetes Geschenkpapier gehört nicht in die Altpapiertonne, sondern in den Restmüll.

Recyclinggeschenkpapier verwenden schont die Umwelt: Die Herstellung von Recyclingpapier spart durchschnittlich 78 Prozent Wasser, 68 Prozent Energie und 15 Prozent CO2-Emissionen.

Geschenkkartons und -papier wiederverwenden: Gut erhaltenes Papier und schöne Kartons aufbewahren und später andere Geschenke damit verpacken. Das gilt auch für Geschenkbänder oder weihnachtliches Dekorationsmaterial.

Verpackung sparen: Eine liebevolle Verpackung muss nicht immer aus klassischem Geschenkpapier sein. Auch mit gut erhaltenen Stoffresten, schönen Geschirrtüchern, bunt bedruckten Zeitschriften oder alten Kalenderblättern können Geschenke kreativ eingepackt werden. Eine schöne Dose kann z.B. von dem Beschenkten weiterverwendet werden.
Bunt bedampfte oder glitzernde Geschenkfolien mit Metalliceffekten lassen sich nicht recyceln, sondern müssen in den Restmüll. Auf sie sollte man verzichten!

 

(Geschenk-)Verpackungen aus Kunststoff richtig entsorgen

Bücher, Parfum und Zerbrechliches wie Gläser sind in Folien, Boxen oder Luftpolsterfolien verpackt. Blister und Trays schützen zarte Pralinen. Diese Kunststoffverpackungen gehören nach dem Auspacken in den Gelben Sack.

 

Weihnachtsbäckerei: Wohin mit Backpapier & Co.?

Leere Verpackungen aus Papier, Pappe oder Karton gehören ins Altpapier. Das sind zum Beispiel Papiertüten von Zucker, Mehl und Backzutaten wie Backpulver oder Vanillezucker.

Doch Vorsicht: Obwohl „Papier“ im Namen steckt, kommt Backpapier nicht ins Altpapier. Es gehört in den Restmüll. Denn seine Oberfläche ist mit Silikon oder Teflon beschichtet. Küchenpapier und Papierservietten können in den Restmüll oder in die Biotonne geworfen werden.

 

Glas ist nicht gleich Glas – zerbrochene Weihnachtskugeln in den richtigen Abfall

Glasverpackungen – ohne Pfand –, wie zum Beispiel leere Weinflaschen, kommen, nach Farben sortiert, in die Altglascontainer. Nicht ins Altglas gehören zerbrochene Weihnachtsbaumkugeln. Auch wenn sie aus Glas sind, müssen sie im Restmüll entsorgt werden.

 

Wer Verpackungsabfälle richtig trennt, hilft Umwelt und Klima zu schonen.
So werden durch die Verwertung von Verpackungen aus dem Gelben Sack, aus Glas sowie aus Papier, Pappe und Karton in Deutschland jährlich 1,95 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. Das zeigt eine Studie des Öko-Instituts. Durch Verpackungsrecycling werden im Jahr außerdem rund vier Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe erzeugt. Sie sind eine wichtige Rohstoffquelle für die Herstellung neuer Produkte.

Recycling Abfallvermeidung