Der Gelbe Sack

In den Gelben Sack gehört alles ´rein, was Verpackung war und nicht aus Glas oder Pappe besteht!

Leere Verkaufsverpackungen aus Kunststoff oder Metall, z. B.:
Joghurt- und Quarkbecher, Shampoo- oder Spülmittelflaschen, Plastiktüten, Folien, Getränkekartons, Verbundverpackungen (z.B. für Wurst oder Käse aus der Selbstbedienung), Tiefkühlkostverpackungen, Aludeckel, Tuben, Schraubverschlüsse, Konservendosen, Formteile aus Styropor, kleine Plastikblumentöpfe, Serviceverpackungen (z. B. Einkaufstüten, Imbißverpackungen, Einweggeschirr).

Nicht in den Gelben Sack gehören:
Hygieneartikel, Windeln, Taschentücher, Glas, Papier/Pappe, Porzellan, Keramik, Lebensmittel-/Essensreste, Zigarettenkippen, Altkleider, Klarsichthüllen, Videokassetten, CD´s, Elektrogeräte, Akkus, Batterien, Energiesparlampen, Katzenstreu, Spritzen, Einwegbesteck etc.,
sowie
sonstige Kunststoffe oder Metalle, die keine Verpackungen, sondern z.B. Produkte oder Gebrauchsgegenstände sind: z.B. Tupperware, Spielzeug, Putzeimer, Waschkörbe, Wannen, Gummistiefel, Gartenstühle, Schaumstoffe, Kunststoffrohre, Plantschbecken, Silofolien, Ballennetze.
Diese Wertstoffe können an den Wertstoffhöfen angeliefert oder in kleinen Mengen in den Restmüll geworfen werden.

Wo bekommen Sie die Gelben Säcke?
Die Gelben Säcke werden kostenlos bei den Wertstoffhöfen, vielen Gemeinde-Verwaltungen oder in einigen Geschäften ausgegeben: Hier finden Sie die Ausgabestellen.


Die Gelben Säcke werden alle 4 Wochen abgeholt. Sie müssen bis 6.00 Uhr früh am Abfuhrtag am Straßenrand bereitgestellt sein. Bitte stellen Sie die Säcke nicht mehrere Tage vorher ´raus, da ein Haufen Gelber Säcke das Straßenbild nicht verschönert. Die Säcke könnten verweht oder aufgerissen werden oder andere Abfälle werden illegal dazugestellt.
Bei Sturm werden die Säcke leicht verweht und können aufreißen. Die Abfuhrunternehmer sind nicht dafür verantwortlich, verwehte oder aufgerissene Säcke einzusammeln. Überlegen Sie sich, ob Sie die Säcke dann nicht besser zum  Wertstoffhof bringen.

Wie funktioniert die Sortierung?

Hier können Sie eine Sortieranlage virtuell besuchen: https://360grad-tour.muelltrennung-wirkt.de/

Viele weitere Infos rund um den Gelben Sack gibt es hier:
https://www.muelltrennung-wirkt.de/fakten/recyclingkreislauf/kunststoff/

Materialien für Kindergarten und Grundschule

Die Initiative "Mülltrennung wirkt" hat auch Lern- und Unterrichtsmaterialien für Kindergarten und Grundschule im Angebot.  Schauen Sie doch mal ´rein!

Trennlisten in Deutsch und Fremdsprachen

Wir stellen Ihnen hier die Trennlisten der Initiative "Mülltrennung wirkt" in vielen verschiedenen Sprachen zur Verfügung:
Deutsch      Englisch       Französisch       Spanisch     Italienisch     Polnisch      Bulgarisch     Türkisch   
Ukrainisch      Russisch      Arabisch     Persisch (Dari)      Kurmandschi (Kurdisch)     Sorani (Kurdisch)     Somali

FAQs zum Gelben Sack
Muss man die Deckel von den Joghurtbechern entfernen?

Ja, es ist sehr wichtig, die Aludeckel von den Bechern ganz abzuziehen und sie getrennt in den Gelben Sack zu werfen. Nur so kann das Aluminium mit dem Wirbelstromabscheider aussortiert werden. Bitte knüllen Sie die Aluminiumfolie auch nicht zusammen! Sie können auch mehrere Folien zu einem größeren Ball mit einem Durchmesser von etwa 10 cm rollen. Mit moderner Sortiertechnik wird Aluminium heutzutage mit Hilfe von Elektrizität magnetisiert und kann dann automatisch aussortiert werden. Aluminium ist sehr wertvoll und kann sehr gut recycelt werden.

Warum gibt es bei uns nicht die Gelbe Tonne?

Gelber Sack oder Gelbe Tonne: Beide Sammelsysteme haben Vor-  und Nachteile. Die entscheidenden Vorteile des Gelben Sacks:
Die Säcke können vielseitiger aufbewahrt werden; im Keller, in der Garage oder im Gartenhäusl. Für die Gelbe Tonne mit 240 Liter Volumen einen Stellplatz zu finden, kann schwierig sein.
Die Säcke bieten mehr Flexibilität, was die Mengen betrifft. Wenn die Gelbe Tonne voll ist, muss man auf die Entleerung warten.
Als Einwegprodukt sind die Gelben Säcke hygienischer. Gelbe Tonnen werden unansehnlich und fangen an zu stinken, da Reste von Flüssigkeiten (z.B. Milch aus Tetra Paks) in die Tonne auslaufen. Eine Reinigung der großen Tonnen ist schwierig.
In den Gelben Tonnen können Müll und Störstoffe besser versteckt werden. Das ist bei den transparenten Gelben Säcken sehr viel schwieriger. Falsch befüllte Säcke können dann bei der Abholung stehen bleiben.
Die Sortieranlagen, in denen die Verpackungen aus Gelben Tonnen und Säcken sortiert werden, bevorzugen die Ware aus den Gelben Säcken, weil sie weniger Störstoffe enthalten. Das wiederum bedeutet, dass die Verpackungen auch besser recycelt werden können. Das halten wir für sehr wichtig.
Wir haben übrigens nachgerechnet, dass Gelbe Säcke im Vergleich zur Gelben Tonne auch mehrere Jahre hinweg nicht mehr Kunststoff verbrauchen, obwohl sie nur einmal verwendet werden und die Tonne jahrelang benutzt werden kann.

Muss man die Verpackungen auswaschen?

Nein. Sie müssen nur restentleert, also tropffrei, löffelrein oder pinselrein sein.
Falls Sie die Verpackungen dennoch auswaschen, ver(sch)wenden Sie bitte kein Frischwasser dafür, sondern das Restspülwasser!

Wohin mit Verpackungen aus Glas und Pappe?

Verkaufsverpackungen aus Glas (z.B. Flaschen, Marmeladen-, Konservengläser) gehören in die Glascontainer.
Verkaufsverpackungen aus Pappe (z.B. Pizza-Schachtel, Corn Flakes-Schachtel) werden zusammen mit dem restlichen Altpapier im Grauen Sack bzw. in der Blauen Tonne eingesammelt.

Warum sind die Gelben Säcke so dünn?

Seit etwa 2004 werden die Gelben Säcke nach den Vorgaben der Dualen Systeme deutlich dünner hergestellt, weil der Sackverbrauch bundesweit den Anfall an Verpackungen weit überstieg und zu viele Säcke für andere Zwecke mißbräuchlich genutzt wurden. Außerdem soll nur so wenig Material wie möglich für die Säcke verwendet werden, um Plastikabfall zu vermeiden.

Die Qualität der Säcke reicht jetzt gerade dafür aus, darin die leichten Verpackungen zu sammeln. Aber die Säcke reißen leicht und man muss mit ihnen vorsichtig umgehen. Bitte befüllen Sie die Säcke nur locker und drücken Sie die Verpackungen im Sack nicht zusammen. So lassen sich die Verpackungen übrigens auch leichter sortieren. Sollte dennoch ein Sack reißen, können Sie zwei Säcke ineinanderstecken und sozusagen doppelwandig verwenden. Damit verschwenden Sie nicht unbedingt Plastik: Ein leerer Gelber Sack wiegt 17 g. Der frühere, stabilere Sack hat jedoch 52 g gewogen, also das Dreifache. Die Kunststoffmenge, die für die Gelben Säcke in unserem Landkreis verbraucht wird, hat sich gegenüber früher sogar halbiert.

Wohin mit Konservendosen?

In unserem Landkreis gibt es zwei Erfassungssysteme für Dosen: neben dem Gelben Sack gibt es auch noch die Dosen-Container an den Containerstandorten.

Besser ist es, die Dosen in die Dosen-Container zu werfen. Denn dort werden die Dosen sortenrein gesammelt und müssen nicht erst in der Sortieranlage teuer aussortiert werden.
Und im Fall von Fischkonserven oder Tierfutterdosen ist die Entsorgung über den Doseniglu statt über den Gelben Sack wahrscheinlich angenehmer und ökologischer. Da der Inhalt dieser Dosen sehr geruchsintensiv ist, werden die Dosen oft aufwendig gesäubert, damit der Gelbe Sack innerhalb des vierwöchigen Abholturnus nicht unangenehm zu riechen beginnt. Und dazu wird Wasser benötigt.
Werfen Sie diese Dosen in die Dosencontainer, müssen sie nicht gründlich gespült werden und Sie sparen Wasser. Und zum Glascontainer muß man sowieso fahren.

Recyclingkreisläufe von Verpackungen