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Vom Pfaffenwinkel zum Sonnenwinkel

Gymnasium PenzbergDer Kreistag hat der EVA GmbH im Juli 2009 eine neue Aufgabe zugewiesen: Sie soll auf geeigneten Dächern landkreiseigener Gebäude Photovoltaikanlagen installieren und betreiben. Denn der Landkreis möchte bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen um mindestens 40 Prozent reduzieren. Das soll durch den Einsatz erneuerbarer Energien und eine effizientere Energienutzung erreicht werden.

 

Grafik MesswerteHier geht es zu den technischen Daten,
Live-Auswertungen, Zählerständen und
weiteren Services der Landkreis-PV-Anlagen:

Anlagen-Daten anzeigen

 

Bislang 10 Projekte verwirklicht

Bis Juli 2011 konnten insgesamt zehn Projekte verwirklich werden. Dabei wurden rund 388 kWp Solarleistung installiert. Zusammen mit den bereits bestehenden Anlagen im Abfallentsorgungszentrum Erbenschwang stehen insgesamt 706 kWp Modulleistung für die Stromerzeugung aus Sonnenenergie zur Verfügung (kWp = Kilowatt-Peak, Einheit für die mögliche Spitzenleistung einer Solaranlage bei optimalen Bedingungen).
Die neuen Anlagen, die überwiegend auf Dächern von Landkreisschulen errichtet wurden, produzieren zusammen mit den EVA-Anlagen in Erbenschwang jährlich ca. 652.000 kWh Strom und sparen etwa 391.000 kg CO2 ein. Bislang wurden rund 2.320.000 Euro investiert. Die jährliche Einspeisevergütung beläuft sich auf 265.000 Euro.

Berufsschule Schongau: Unterricht an der Solaranlage

Berufsschule SchongauDie Anlage auf der Berufsschule Schongau stellt unter allen Projekten eine Besonderheit dar. Sie wird praktisch in den Unterricht einbezogen: An der Berufsschule Schongau gibt es ein „Haus im Haus“, an dem die Auszubildenden verschiedene Installationen durchführen und testen können.

Bei der Errichtung der Photovoltaikanlage wurde dies insofern berücksichtigt, als zwei verschiedene Wechselrichtertypen eingebaut wurden, die über eine extra eingerichtete Messstelle im „Haus im Haus“ ausgelesen und verglichen werden können. Damit kann den Schülern auch die ganze weitere Elektrotechnik rund um eine Photovoltaikanlage am praktischen Beispiel näher gebracht werden.

Unterschiedliche Dachausrichtungen

Außerdem wurden bei der Berufsschule Dächer mit unterschiedlicher Ausrichtung zur Sonne mit Modulen belegt, um zu testen, wie effektiv und rentabel Solaranlagen noch arbeiten, die zu einer ungünstigeren Himmelrichtung ausgerichtet sind und weniger Sonne erhalten. Die Dächer auf dem „Haus im Haus“ sind nach Südsüdost ausgerichtet, während die Gebäude direkt an der Wilhelm-Köhler-Straße nach Westsüdwest ausgerichtet sind.

Die Photovoltaik-Anlagen des Landkreises Weilheim-Schongau

Projekt Inbetriebnahme Anlagen-
größe
kWp
Strom-
produktion
ca. kWh/Jahr
Baukosten
ca. €
CO2-
Einsparung
ca. kg/Jahr
Realschule Schongau 19.08.2009 28,00 26.400 90.000,- 16.800
Förderschule Altenstadt 10.11.2009 36,00 34.200 110.000,- 20.500
Realschule Weilheim 21.12.2009 19,32 17.700 53.500,- 10.600
Realschule Peißenberg 21.12.2009 38,87 37.000 107.400,- 22.000
Gymnasium Penzberg 21.12.2009 31,05 28.600 87.700,- 17.200
Gymnasium Schongau 28.12.2009 24,84 22.600 68.100,- 13.500
Berufsschule Schongau 25.06.2010 102,50 92.200 306.000,- 55.300
Förderschule Penzberg 28.06.2010 33,30 30.300 98.000,- 18.180
Realschule Weilheim, Anbau 02.05.2011 56,81 54.000 132.000,- 32.400
Sickerwasserbehälter
Deponie Erbenschwang
12.07.2011 17,10 17.000 35.000,- 10.200
Gesamt   387,79 360.000 1.087.700,- 216.680