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Kooperation mit dem Landkreis Bad Tölz- Wolfratshausen

Langfristige „Abfall-Ehe“ sichert optimale Nutzung vorhandener Entsorgungskapazitäten

Biomüllkompostieranlage der WGV GmbH in QuarzbichlDer Kreistag des Landkreises Weilheim-Schongau hat am 12. Mai 2003 beschlossen, mit dem Nachbar-Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in der Abfallwirtschaft zu kooperieren. Zuvor hatte der Tölzer Kreistag auf seiner Sitzung im März der Zusammenarbeit zugestimmt. Ziel dieser Kooperation ist es, die vorhandenen Entsorgungsanlagen und -kapazitäten zum beiderseitigen Vorteil optimal auszuschöpfen und die Entsorgungskosten dadurch für die Bürger langfristig stabil zu halten bzw. zu verringern.

Beide Landkreise haben ihre Abfallwirtschaft mit eigenen Firmen privatisiert: Die EVA GmbH in unserem Landkreis sowie die WGV GmbH beim Nachbarn sollen die Beschlüsse nun ab 2005 mindestens für die kommenden 10 Jahre umsetzen. Konkret bedeutet das, dass der Restmüll aus beiden Landkreisen in der mechanisch-biologischen Rstmüllbehandlungsanlage (MBA) in Erbenschwang behandelt wird und der Biomüll beider Körperschaften in der Kompostieranlage der WGV in Quarzbichl zu Kompost verarbeitet wird.
Die Deponie am VorbergAußerdem besteht noch ein Deponieverbund, denn beide Landkreise haben unbefristet genehmigte Hausmülldeponien. Von 2003 bis 2012 wurde zunächst die Deponie des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen in Greiling verfüllt. Im Herbst 2012 wurde daraufhin die vorübergehend stillgelegte Deponie in Erbenschwang wieder in Betrieb genommen, um den in der MBA vorbehandelten Müll abzulagern.

Die Bürger beider Landkreise werden von dieser Zusammenarbeit jedoch kaum etwas merken - außer den stabilen Müllgebühren natürlich. Denn die Abfallwirtschaftskonzepte der beiden Landkreise mit ihren teilweise unterschiedlichen Bedingungen bei der Abfalltrennung und in den Wertstoffhöfen bleiben unverändert, so dass sich die Kooperation praktisch „hinter den Kulissen“ vollzieht.