Tipps zur Entsorgung von Elektrogeräten

Das Wichtigste zum Elektroaltgerätegesetz (ElektroG) in Kürze:

  • Elektrogeräte dürfen nicht über die Restmülltonne entsorgt werden.
  • Seit März 2006 gilt die kostenlose Rücknahmepflicht für Elektroaltgeräte aus privaten Haushalten.
  • Akkus und Batterien müssen von den Besitzern aus den Geräten entnommen werden (wenn das ohne Werkzeug möglich ist), bevor sie in den Wertstoffhöfen oder im Handel abgegeben werden. Geräte mit fest verbauten Akkus müssen an den Sammelstellen gesondert erfasst werden.
  • Die Wertstoffhöfe der EVA GmbH nehmen als "kommunale Übergabestellen" Elektroaltgeräte kostenlos an. Metall- und Schrotthändler oder andere Entsorgungsfirmen dürfen keine Elektroaltgeräte annehmen und entsorgen.
  • In die Sammelbehälter an den Containerstandorten dürfen nur Kleingeräte ohne Akkus / Batterien eingeworfen werden.
  • Leuchten ("Einrichtungsgegenstände") und Photovoltaikmodule werden seit 1.2.2016 kostenlos zurückgenommen. PV-Module werden nur im Abfallentsorgungszentrum Erbenschwang angenommen.
  • Der Handel (ab 400 qm Verkaufsfläche) ist seit 24. Juli 2016 verpflichtet, Altgeräte zurückzunehmen:
    - bei Verkauf eines Geräts ein Altgerät gleicher Machart / Funktion
    - Kleingeräte (keine äußere Abmessung darf größer als 25 cm sein) in haushaltsüblicher Menge ohne den Kauf eines neuen Geräts.
  • Händler, die Elektrogeräte wie z.B. Haushaltsgroßgeräte oder Fernseher ihrer Kunden als Serviceleistung im Austausch gegen das neue Gerät mitnehmen, können diese Geräte an den Wertstoffhöfen entsorgen. Anlieferungen von mehr als 20 Geräten müssen jedoch immer vorab mit der EVA GmbH abgestimmt werden. Die Altgeräte müssen aus dem Landkreis stammen.
  • Elektrogeräte aus Gewerbebetrieben werden nur angenommen, wenn sie in Beschaffenheit und Menge mit Geräten aus privaten Haushalten vergleichbar sind; d.h. Geräte, die ausschließlich gewerblich genutzt werden können, werden von der EVA GmbH nicht angenommen.
  • Für Elektrospeicherheizgeräte / Nachtspeicheröfen gelten besondere Annahmebedingungen. Die Geräte dürfen auf keinen Fall zerlegt werden! Fragen Sie vor der Entsorgung unbedingt bei der EVA GmbH nach.

Die Altgeräte werden in sechs Kategorien erfasst:

  • Haushaltsgroßgeräte („Weiße Ware“): Herde, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Trockner
  • Kühlgeräte, Gefriergeräte
  • Informations- und Telekommunikationsgeräte, Unterhaltungselektronik, Bildschirme; Monitore
  • Gasentladungslampen (Leuchtstoffröhren), Energiesparlampen
  • Haushaltskleingeräte, elektrische Werkzeuge, elektr. Spielzeuge, Sport- und Freizeitgeräte, Medizinprodukte 
  • PV-Module

Entsorgung von Elektrogeräten und Elektrospeicherheizgeräten

Die EVA hat in allen Gemeinden an einigen Standorten der Altglascontainer Sammelbehälter für Kleinelektrogeräte aufgestellt, um zusätzlich Haushaltskleingeräte zu sammeln.

logo lightcycleBei lightcycle finden Sie alle Rückgabestellen für Energiesparlampen in unserem Landkreis. 

 


Das Elektrogeräte-Gesetz

2005 ist das erste Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) in Kraft getreten, das eine entsprechende EU-Richtlinie bundesweit umsetzt und verschiedene Zielsetzungen verfolgt. Es regelt beispielsweise Anforderungen hinsichtlich der Produktverantwortung der Hersteller. Das kennt man schon von der Verpackungsverordnung, die 1991 in Kraft trat und die Hersteller von Verpackungen verpflichtet, ein Rücknahme- und Verwertungssystem für ihre in den Handel gebrachten Verpackungen aufzubauen: damals wurde das Duale System mit dem Grünen Punkt und den Gelben Säcken eingerichtet.

 

Kleinelektrogeräte

Mit der Produktverantwortung im Rahmen des Elektrogerätegesetzes soll eine Vermeidung von Abfällen, eine mögliche Wiederverwendung alter Geräte sowie eine intensivere Verwertung erzielt werden, um die zu beseitigenden Abfallmengen zu reduzieren. So werden in § 12 des Gesetzes Verwertungsanforderungen festgelegt. Ganz wichtig sind jedoch auch die Stoffverbote, die das Gesetz ausspricht, um neue Elektrogeräte von Schadstoffen zu befreien.

Einige der wichtigsten Regelungen im Gesetz aus Sicht der Verbraucher betrifft die kostenlose Rücknahmepflicht für Elektrogeräte aus privaten Haushalten. Hersteller und Vertreiber haben ein Rücknahmesystem für Elektrogeräte aufgebaut und entsorgen und verwerten die zurückgenommenen Altgeräte auf ihre Kosten.

Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (ÖRE) müssen sich daran beteiligen: Landkreise und kreisfreien Städte sind nach dem Gesetz verpflichtet, Sammelstellen für die kostenlose Rücknahme der Altgeräte einzurichten.

Eine gemeinsame von den Herstellern gegründete Stelle – die Stiftung Elektro-Altgeräte-Register www.stiftung-ear.de – registriert bundesweit die Übergabestellen und organisiert die Behälterlogistik: An allen Übergabestellen stehen Sammelbehälter, die mit Altgeräten befüllt auf Kosten der Hersteller abgeholt und entsorgt werden.

Die EVA GmbH nimmt kostenlos Elektrogeräte an ihren Wertstoffhöfen in Penzberg, Weilheim, Peißenberg und im AEZ Erbenschwang an. Wichtig: die Landkreise sind nur verpflichtet, Elektrogeräte kostenlos anzunehmen, die aus privaten Haushalten stammen bzw. Elektrogeräte aus anderen Bereichen (Gewerbebetriebe), die in Beschaffenheit und Menge mit Geräten aus privaten Haushalten vergleichbar sind (§3 Abs. 4 ElektroG).

Das bedeutet, dass Altgeräte, die ausschließlich gewerblich genutzt werden können und nicht in private Nutzung kommen, nicht an den Wertstoffhöfen der EVA GmbH abgegeben werden können. Daher muss jeder Hersteller nach §10 Abs. 2 für Neugeräte, die er nach dem 13.8.2005 in Verkehr an gewerbliche Kunden gebracht hat, eine zumutbare Möglichkeit zur Rückgabe der Altgeräte schaffen. Für Geräte, die vor dem 13.8.2005 in Verkehr gebracht wurden und rein gewerblicher Nutzung entstammen, ist der Besitzer zur Entsorgung verpflichtet.

Vertreiber und Händler, die Elektrogeräte wie z.B. Haushaltsgroßgeräte oder auch Fernseher verkaufen und als Serviceleistung die Altgeräte ihrer Kunden im Gegenzug gegen das neue Gerät mitnehmen, können diese Geräte ebenfalls an den Wertstoffhöfen entsorgen. Anlieferungen von mehr als 20 Geräten müssen jedoch vorab mit der EVA GmbH abgestimmt werden. Und natürlich müssen wir nur Altgeräte aus unserem Landkreis kostenlos annehmen; entscheidend ist dabei der Sitz des Endnutzers, nicht der des Vertreibers. Im Zweifelsfall muss die Herkunft nachgewiesen werden.

Die Verbraucher sind nach dem Gesetz verpflichtet, Elektrogeräte an den Sammelstellen oder bei den Händlern zurückzugeben, damit sie ordnungsgemäß entsorgt bzw. verwertet werden können. Elektrogeräte dürfen nicht in die Mülltonnen geworfen werden. Daher sind Neugeräte mit einer durchgestrichenen Mülltonne gekennzeichnet.


Elektrospeicherheizgeräte oder Nachtspeicheröfen müssen nach einer aktuellen Auslegung des ElektroG ebenfalls kostenlos zurückgenommen werden. Aufgrund der gefährlichen, krebserregenden Inhaltsstoffe dürfen diese Geräte aber nur von Fachfirmen ausgebaut werden. Sie dürfen keinesfalls zerlegt werden! Hier finden Sie Hinweise zur Entsorgung der Elektrospeicherheizgeräte.