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10 Jahre EVA GmbH

 

Zum 10-jährigen Geburtstag der EVA GmbH, der 2002 gefeiert wurde, haben wir eine Chronologie dieser ereignisreichen Jahre erstellt. Falls sich jemand zurückerinnern mag, hat er vielleicht Spaß daran, die nachfolgenden Zeilen zu lesen.

In anderen Wirtschaftsbereichen sind zehn Jahre noch kein Alter, aber in der modernen Abfallwirtschaft sind wir damit schon den Kinderschuhen entwachsen. Die meisten Bürger werden sich an die Anfänge unserer Tätigkeit in reichlich bewegten Zeiten erinnern. Eine Chronik mit den wichtigsten Ereignissen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Die Gründung der EVA GmbH fiel zusammen mit der Umsetzung des Abfallwirtschaftskonzepts im Landkreis. Zusätzlich zur Restmülltonne kam die Biotonne, der Gelbe Sack für Verpackungen und der Graue Sack für Altpapier. Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Recycling waren viel gebrauchte Stichworte. Muss man Joghurtbecher auswaschen, bevor man sie in den Gelben Sack steckt? Eine Frage, die viele beschäftigte. Unvergessen bleibt auch die drastische Erhöhung der Müllgebühren in unserem Landkreis.

Mittlerweile sind wir in ruhigeren Fahrwassern unterwegs; vieles ist zur Gewohnheit geworden. Abfallentsorgung birgt kaum noch Brisanz. Wir sind stolz auf die erreichten Erfolge der vergangenen Jahre, z.B. auf eine Verwertungsquote, die dank Ihres unermüdlichen Engagements bei über 70% liegt. Diese Erfolge möchten wir natürlich bewahren und wenn möglich künftig weitere Verbesserungen erzielen. Wir hoffen, dass wir dabei wie bisher auf Ihre Mithilfe zählen können.

 
  1992
1.4: Die Getrenntsammlung mit Biotonne, Gelbem und Grauem Sack wird in Peißenberg eingeführt.
Der Recyclinghof Peißenberg öffnet.
1.7.: Die EVA GmbH nimmt mit drei Mitarbeitern ihre Arbeit auf und soll künftig die Sammlung, Verwertung und Entsorgung der kommunalen Abfälle und Wertstoffe organisieren. Außerdem wird sie die Abfallentsorgungseinrichtungen betreiben.
Die Getrenntsammlung wird in Weilheim und Schongau eingeführt.
1.9.: Der Vertrag mit dem Dualen System Deutschland (DSD) wird geschlossen. Als Sammelbehältnis für die Verpackungen aus Kunststoff kommt der Gelbe Sack: Seitdem bewegt die Landkreisbürger die Frage, ob Joghurtbecher auszuwaschen sind oder nicht.
Oktober: Der 4. Bauabschnitt der Deponie Erbenschwang wird fertig gestellt. Baukosten: 26,6 Mio. DM.
1. 11.: In Penzberg und Iffeldorf wird die Getrenntsammlung eingeführt.
Ende 1992 sind mit den Versuchsgemeinden Peiting und Hohenpeißenberg 65% der Landkreisbürger an die Getrenntsammlung angeschlossen. Die Wertstoffmengen steigen stark an und Abfall-Trennfibel und Abfuhrkalender halten als wichtiges Information Einzug in die Haushalte.
 
  1993
31.3.: Die Getrenntsammlung ist nun auch in den „Land-Gemeinden“ eingerichtet; zur Information besuchen die Mitarbeiter der EVA GmbH zahlreiche Bürgerversammlungen.
Frühjahr: Die Videoüberwachung der Containerstandorte zur Ermittlung illegaler Ablagerungen sorgt für Wirbel: die Medien sind dagegen, viele Bürger jedoch dafür.
Mai: Neue Öffnungszeiten für die Recyclinghöfe: die Unterscheidung privater oder gewerblicher Anlieferer fällt weg, da für Grüngut, Baustellenabfälle, Bauschutt, Holz und Schrott Gebühren eingeführt werden; die Sperrmüllentsorgung ist noch kostenlos.
1.7.: Die vom Kreistag beschlossene denkwürdige Gebührensatzung tritt in Kraft. Sie soll ein Millionen-Defizit im Abfallwirtschafts-Haushalt ausgleichen, das durch die Einführung der Getrenntsammlung, den Bau der Deponie und der Recyclinghöfe entstanden ist. Starre Grund- und Personengebühren rufen in ihrer Höhe massive Proteste und Klagen hervor. Die Satzung wird zwei Jahre später gerichtlich für nichtig erklärt.
Juli: Die 1. Ausgabe der Abfallwirtschaftszeitung „EVA & ERNST“ erscheint, um über Hintergründe der Abfallwirtschaft zu informieren.
Sommer: Das DSD wird von den hohen Sammelmengen überrascht und muss sich gegen Abrechnungsbetrügereien und Trittbrettfahrer wehren. Die Finanzkrise wirkt sich auch in unserem Landkreis aus, da die Zahlungen vom DSD zunächst gestundet werden müssen.
August: Der Kreistag gründet die „Müllgebühren-Kommission“: Politiker, Mitarbeiter des Landkreises und der EVA GmbH erarbeiten gemeinsam das heute noch gültige Müllgebührensystem.
2 neue Broschüren der EVA GmbH erscheinen: die Recyclinghof-Fibel und die Eigenkompostier-Fibel.
September: Die EVA GmbH nimmt an den Penzberger Umwelttagen und an der Oberland Ausstellung in Weilheim teil und führt oft hitzige Diskussionen.
16.10.: 1. Tag der offenen Tür auf der Deponie Erbenschwang mit 800 Besuchern.
 
  1994
10.1.: Der Recyclinghof in Penzberg-Schönmühl öffnet; aus Kostengründen wurde der Plan eines „großen“ Recyclinghofs wie in Weilheim aufgegeben.
Frühjahr: Das Umweltministerium bescheinigt dem Landkreis in seiner jährlichen Veröffentlichung „Hausmüll in Bayern“ einen Spitzenwert für seine Abfallwirtschaft: vorbildlich sind die geringen Restmüll- und die hohen Wertstoffmengen.
1.4.:

Die von der Kommission ausgearbeitete Gebührensatzung tritt in Kraft: die Personengebühr wird zu Gunsten der Mülltonnengebühr wieder abgeschafft. Es kommen neue Mülltonnen: 40 und 60 Liter Restmüll sowie 80 Liter Biomüll. Aber die Biotonne wird nur noch 14-tägig geleert, um Kosten von 400.000 DM einzusparen. Außerdem gibt es Gebühren für die Entsorgung von Sperrmüll und Elektrogeräten.
Die Bekanntgabe der neuen Satzung löst im Frühjahr einen Run auf die Recyclinghöfe aus, um Sperrmüll noch kostenlos entsorgen zu können.

Mai: Die im August 1993 gegründete AEZ-Projektgruppe legt dem Kreistag eine abgespeckte Planung für das Abfallentsorgungszentrum in Erbenschwang vor.
Juli: An den Recyclinghöfen werden Gebührenmarken zur Barzahlung eingeführt.
20.7.: Die EVA GmbH bietet ihre erste Informationsfahrt zu den Sortieranlagen in Obermeitingen und Kinsau an.
August: Ausgabe der neuen 40 und 60 Liter Restmülltonnen und der 80 Liter Biotonnen.
17.9.: 2. Tag der offenen Tür auf der Deponie mit immerhin 500 Besuchern bei miserablem Wetter.
 
  1995
  Die Altpapiersammlungen werden bis auf Penzberg, Seeshaupt und Bernried in allen Gemeinden durch die örtlichen Vereine durchgeführt.
1.1.: Der Recyclinghof in Weilheim wird von der EVA GmbH geführt.
18.3.: 3. Tag der offenen Tür auf der Deponie mit Besichtigungen der Sortieranlagen in Obermeitingen und Kinsau sowie der Papierfabrik Haindl in Schongau.
1.4.: Neue Gebührensatzung mit reduzierten Mülltonnengebühren; die EVA GmbH übernimmt die Festlegung der Entsorgungspreise für Wertstoffe und kann aufgrund der Marktlage viele Preise senken.
9.8.: Infofahrt der EVA GmbH zum Glas-Recycling.
September: Die EVA GmbH gibt das neue Abfall-ABC heraus.
  Teilnahme der EVA GmbH an der ORLA in Weilheim.
Herbst: Der Kreistag entscheidet sich für das gemeinsame Angebot der Firmen Sutco und DYWIDAG zum Bau des Abfallentsorgungszentrums (AEZ).
 
  1996
1.1.: Baubeginn für das AEZ in Erbenschwang.
  Die Preise für die Entsorgung von Elektrogeräten werden stark gesenkt.
Die EVA GmbH richtet mit der Aktion Hoffnung eine flächendeckende Altkleidersammlung ein.
März: Dosenfreie Zone in Oberbayern: 11 oberbayerische Landkreise und kreisfreie Städte werben zusammen mit 40 regionalen Brauereien für die umweltfreundlichere Mehrwegflasche.
Mai: Die EVA GmbH nimmt wegen mangelnder Resonanz letztmalig an einer regionalen Ausstellung teil.
Juni: Infofahrt der EVA GmbH zur Aktion Hoffnung nach Ettringen mit dem Thema „Altkleider-Verwertung“.
Ergebnis des DSD Wettbewerbs „Die funktionierende Abfallwirtschaft": unser Landkreis ist von 82 Landkreisen unter den 10 besten.
Der dritte Bauabschnitt der Deponie ist drei Jahre später als geplant verfüllt und wird rekultiviert.
7.10.: Das neue Bundesabfallgesetz tritt in Kraft und wird in den kommenden Jahren für Unruhe in der Entsorgungsbranche sorgen.
15.10.: Richtfest im AEZ Erbenschwang.
November: Der vierte Bauabschnitt der Deponie wird in Betrieb genommen (4 Jahre später als geplant).
 
  1997
24.3.: Inbetriebnahme der Kompostieranlage im AEZ.
1.4.: Umzug der EVA GmbH in ihr neues Domizil im AEZ.
Inbetriebnahme der Restmüllbehandlung; damit ist das in den 80er Jahren entwickelte Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises vollständig umgesetzt.
2.4.: Info-Fahrt der EVA GmbH zum Kunststoffrecycler „ORBIT“ nach Lauingen.
1.7.: Der fünfte und bisher letzte Recyclinghof nimmt im AEZ seinen Betrieb auf.
25.9.: Offizielle Einweihung des AEZ Erbenschwang.
28.9.: Tag der offenen Tür im AEZ: Über 3.500 Besucher schauen sich die neue Anlage an.
 
  1998
1.3.: Start des Forschungsprojekt des Bayer. Umweltministeriums über die Restmüllbehandlung im AEZ.
1.4.: 2. Senkung der Müllgebühren nach 1993.
1.6.: Die Sortierung der Gelben Säcke wird neu vergeben an Sortieranlagen in Warngau und Marktoberdorf.
29.6.: Info-Fahrt zur Altkleiderverwertung der Aktion Hoffnung nach Ettringen.
1.10.: Die Batterieverordnung tritt in Kraft: der Handel muss Batterien zurücknehmen.
Herbst: 2. DSD-Wettbewerb: Weilheim-Schongau von 79 Landkreisen wieder unter den 10 besten.
Dezember: Die neuen, lärmgedämmten Glas-Container werden aufgestellt.
 
  1999
Januar: Die neuen Glas-Container sorgen für Ärger: sie sind zwar leise, aber schneller voll, weil die Flaschen beim Einwurf nicht mehr kaputt gehen.
Frühjahr: www.eva-abfallentsorgung.de = die neue Homepage der EVA GmbH.
13.6.: 2. Tag der offenen Tür im AEZ mit 2.500 Besuchern.
1.7.: Neue Öffnungszeiten in den Recyclinghöfen: Freitags ist bis 18.00 Uhr geöffnet.
Herbst: Die Kontrollen bei der Abfuhr der Gelben Säcke werden wegen hoher Störstoffanteile verschärft.
November: Die Abfallberatung Weilheim zieht auf den Recyclinghof um.
 
  2000
Februar: Die EVA GmbH erhält für den Kompost aus dem AEZ das Gütezeichen der Bundesgütegemeinschaft.
 
  2001
Januar: Die Abfuhrkalender werden mit zusätzlichen Informationen im DIN A 3 Format herausgegeben.
Frühjahr: Neu-Ausschreibung der Abfuhrverträge, die nach 10-jähriger Laufzeit gekündigt wurden: es gewinnt die bisherige Bietergemeinschaft Alco-Süd/Heinz.
1.4.: 3. Müllgebührensenkung seit 1993.
  Neue Öffnungszeiten der Recyclinghöfen: Wegen mangelnder Auslastung werden sie in Schongau reduziert, an anderen Höfen erweitert.
19.4.: Info-Fahrt zur VIVO GmbH nach Warngau, wo die Gelben Säcke aus dem Landkreis sortiert werden.
1.10.: 10 Jahre Recyclinghöfe in Weilheim und Schongau.
  Der Recyclinghof Schongau wird nun durch die EVA GmbH betrieben.
30.10.: Wegen des großen Interesses weitere Info-Fahrt zur VIVO GmbH.
Dezember: Errichtung der Photovoltaik-Anlage auf einem rekultivierten Abschnitt der Deponie Erbenschwang.
 
  2002
1.7.: 10 Jahre EVA GmbH
7.7.: Tag der offenen Tür im AEZ Erbenschwang
 
 
 
 
   
   
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