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Tipps zur Sperrmüllentsorgung

 
Großes Bild - Spermüllcontainer
Spermüllcontainer

In der Abfallentsorgung hat sich in den vergangenen Jahren vieles geändert. Die Sortierung der Abfälle in Verwertbares und nicht mehr Verwertbares hat unseren Alltag tief greifend beeinflusst.

Die Veränderungen haben auch vor der Entsorgung des Sperrmülls nicht halt gemacht. Manche wünschen sich die früheren bequemen Entrümpelungsaktionen zurück, als alle gleichzeitig im Frühjahr oder Herbst ihren Sperrmüll auf die Straßen gestellt haben. Der Sperrmüll wurde einfach abgeholt, und das Entsorgungsproblem schien gelöst. Die Kosten für die Sperrmüllabfuhren wurden damals noch über die von allen Bürgern entrichteten Müllgebühren gedeckt.

Heute ist es aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich, den Sperrmüll so wie früher zu entsorgen. Verschiedene Abfallarten würden im Sperrmüll miteinander vermischt und könnten – wenn überhaupt - nur mit erheblichem Aufwand wieder in Wertstoffe und Abfälle getrennt werden.

Ein verursacherorientiertes Preis- und Gebührensystem wie in unserem Landkreis lässt eine vermeintlich kostenlose Entrümpelung ebenfalls nicht mehr zu. Es würden beispielsweise auch Abfälle bereitgestellt, deren Entsorgung eigentlich kostenpflichtig ist.

Wie entsorge ich meinen Sperrmüll?

Sie haben dazu mehrere Möglichkeiten zur Auswahl mit unterschiedlich hohen Kosten und Leistungen.
Als „Sperrmüll“ werden die Abfälle bezeichnet, die wegen ihrer Größe, ihres Gewichts oder ihrer Sperrigkeit nicht in die normalen Restmülltonnen passen.
Dazu zählen alle beweglichen Gegenstände (z.B. Betten, Matratzen, Möbel, Bodenbeläge), die üblicherweise innerhalb von Gebäuden aufbewahrt werden oder sperrige Gebrauchsgegenstände (z.B. Fahrräder).

Den Begriff „Sperrmüll“ werden Sie jedoch unter unseren Gebühren oder Preisen nicht mehr finden. Statt dessen werden die sperrigen Abfälle den einzelnen Wertstoffarten, wie z.B. dem Altholz, zugeordnet. Sperrmüll wird heutzutage grundsätzlich komplett verwertet und nicht mehr deponiert.
Je besser Sie Ihren Sperrmüll sortieren, desto günstiger wird die Entsorgung. Die Abfallberater beraten Sie gern, wenn Sie weitere Fragen zur Sperrmüllentsorgung haben.

Anlieferung am Recyclinghof

Großes Bild -

Am günstigsten ist es, seinen Sperrmüll selbst an einem unserer Recyclinghöfe anzuliefern. Sollten Ihnen das selbst nicht möglich sein, können vielleicht Verwandte, Bekannte oder Freunde behilflich sein.
Abfälle wie z.B. Sofas, Sessel, Matratzen, Polstermöbel, Bodenbeläge, Teppiche, Kunststoffe etc. werden aufgrund ihres Heizwerts energetisch verwertet. Holzmöbel wie Tische, Stühle oder Küchenmöbel werden zusammen mit dem Altholz verwertet. Spanholz oder Furnierholz gehört auch dazu. Beschläge, Scharniere o.ä. müssen nicht entfernt werden. Den Anlieferpreis für Altholz entnehmen Sie bitte unserer Preis- und Gebührenübersicht. Metallteile werden kostenlos angenommen.
Elektrogeräte können nur über eine Selbstanlieferung am Recyclinghof entsorgt werden, können aber dort kostenlos abgegeben werden.

Abholung von Sperrmüll

Es ist immer noch möglich, Sperrmüll abholen zu lassen. Der Sperrmüll muss dabei am Grundstück bereitgestellt werden. Die Abholung ist wegen des hohen Aufwands jedoch relativ teuer: die Abholung kostet je angefangenen Kubikmeter 47,60 €. Bitte beachten Sie, dass Elektrogeräte grundsätzlich nicht abgeholt werden, sondern nur selbst an den Recyclinghöfen angeliefert werden können.
Die Abholung erfolgt auf Abruf bei der EVA GmbH. Claudia Knopp nimmt Ihre Anmeldung telefonisch unter 08868/1801-80 entgegen. Sie erreichen Sie auch per Email. Bitte geben Sie in beiden Fällen eine genaue Aufstellung der abzuholenden Gegenstände mit ihren Ausmaßen an, damit Sie mit uns die Anzahl der Kubikmeter abstimmen können. Sie erfahren dann gleich, welche Kosten Sie zu erwarten haben. Die Abholung erfolgt gewöhnlich innerhalb von einer Woche und Sie erhalten anschließend eine Rechnung von der EVA GmbH.

Möbel zu verschenken?

Sollten Sie der Meinung sein, dass Ihre Möbel anderen noch gefallen könnten, kann Ihnen die Abfallberatung auch mehrere Stellen und Institutionen nennen, die Gebrauchtmöbel annehmen und günstig weiter veräußern.

Entrümpelungen und Haushaltsauflösungen

Müssen Sie gleich einen ganzen Haushalt auflösen oder entrümpeln, haben Sie dazu ebenfalls verschiedene Möglichkeiten. Die Abholung auf Abruf scheidet wahrscheinlich wegen der Kosten bei den großen Mengen von vorne herein aus.

Anlieferung am Recyclinghof

Sie können die Abfälle selbstverständlich auch selbst an unseren Recyclinghöfen anliefern. Hier gilt nach wie vor: je besser sortiert, desto günstiger wird die Entsorgung.
Grundsätzlich sollten Metalle getrennt werden, da sie kostenlos angenommen werden. Das gilt auch für tragfähige Altkleider und Klein-Elektrogeräte.
Eine weitere Trennung in Holzteile und energetisch verwertbare Abfälle ist wegen der unterschiedlichen Anlieferpreise ebenfalls sinnvoll.
Holzmöbel wie Tische, Stühle oder Küchenmöbel werden als Altholz verwertet. Spanholz oder Furnierholz gehört auch dazu. Beschläge, Scharniere o.ä. müssen nicht entfernt werden.
Zu den energetisch verwertbaren Abfällen rechnen wir z.B. Sofas, Sessel, Matratzen, Polstermöbel, Bodenbeläge, Teppiche oder alle möglichen Kunststoffe. Salopp gesagt: Abfälle, die gut brennen.
Große Elektrogeräte werden meist nach Stückzahl abgerechnet.

Anlieferung über eine Containerfirma

Bei der Auflösung eines ganzen Haushalts kann es sinnvoll sein, sich von einer Containerfirma (> Gelbe Seiten) einen Container zu mieten, die Abfälle dort hinein zu werfen und von der Firma abtransportieren zu lassen. Sie sollten für einen Preisvergleich mehrere Firmen anrufen und sich Angebote machen lassen.
Fragen Sie bitte auch nach eventuellen Sortierkriterien: Elektrogeräte sollten auf keinen Fall zusammen mit dem übrigen Sperrmüll in den Container geworfen werden.
Sollte bei Ihnen außerdem Bauschutt (z.B. Steine, Putz, Mörtel, Keramik, Fliesen) anfallen, sollte der Bauschutt besser getrennt entsorgt werden. Sie sparen sich nämlich dann eine Menge Entsorgungskosten.
Sollten Sie weitere Fragen zu Haushaltsauflösungen haben, wenden Sie sich an die Abfallberater. Sie helfen Ihnen gern mit einer ausführlichen Beratung weiter.

 
 
 
   
   
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