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Das Altpapier wird in unserem Landkreis im Grauen Wertstoffsack eingesammelt.
Die Abholung erfolgt in monatlichem bis zweimonatlichem Turnus; die Termine
sind auf den Abfuhrkalendern eingetragen. Die Grauen Säcke werden
kostenlos ausgegeben, meist in den Gemeinde-Verwaltungen
oder auch an allen Recyclinghöfen.
Mit der Altpapiersammlung hat die EVA GmbH die örtlichen Vereine
beauftragt. Seit 2005 sammeln in allen 34 Gemeinden die Vereine
das Altpapier ein - das ist einmalig in Bayern.
Mit Zustimmung des Kreisrats können die Vereine je nach Altpapieraufkommen,
Personal- oder Fahrzeugkapazitäten das Altpapier in einem monatlichen
bis zu zweimonatlichen Turnus einsammeln. Sollten Sie bei großem
Altpapieranfall jedoch Platzprobleme bekommen bzw. die Sammlungen für
Ihren Bedarf zu selten statt finden, können Sie Ihr Altpapier auch
kostenlos an den Recyclinghöfen abgeben.
Die Sammlungen auf Vereinsbasis bieten mehrere Vorteile.
Die Vereine, die von der EVA GmbH für die Durchführung der Sammlungen
bezahlt werden, können in finanziell immer schwierigeren Zeiten ihre
Kassen auffüllen. Das Sammelentgelt wird je Tonne Altpapier bezahlt
und erhöht sich, wenn die Vereine hochwertigeres Altpapier getrennt
einsammeln.
Dabei sind sie jedoch auf Ihre Mithilfe angewiesen: Stellen Sie bitte
die hochwertigeren Zeitungen, Illustrierte, Prospekte und Kataloge als
Zeitungsbündel getrennt bereit! Sie unterstützen damit das
ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder zusätzlich!
Es gibt noch weitere Vorteile, die letztlich allen Müllgebührenzahlern
zu Gute kommen, weil sie den Müllgebührenhaushalt entlasten:
1. Die Vereinssammlungen sind finanziell günstiger als eine Erfassung
des Altpapiers mit Hilfe der Abfuhrunternehmer.
2. Im Falle einer günstigen Situation auf dem Altpapiermarkt fließen
die Erlöse aus der Altpapierverwertung in den Müllgebührenhaushalt
ein.
Wir möchten alle Bürger und Betriebe in allen Gemeinden des
Landkreises dazu aufrufen, die Altpapiersammlungen der Vereine zu unterstützen
und ihr Altpapier zu den in den Abfuhrkalendern der EVA GmbH genannten
Terminen bereitstellen.
Bitte beachten Sie dazu folgende Hinweise:
- Bündeln Sie bitte Zeitungen, Illustrierte, Werbedrucksachen und
Kataloge und stellen Sie die Bündel getrennt von Knüllpapier
und Pappe/Kartonagen bereit.
Sie erleichtern die Verwertung, weil eine weitere Sortierung dann nicht
mehr notwendig ist. Außerdem unterstützen Sie damit die Vereine,
die für die wertvollere und getrennt eingesammelte Zeitungsware
ein zusätzliches Sammel-Entgelt erhalten.
- Bitte falten und bündeln Sie große Kartons oder Pappestücke
und stellen Sie sie gesondert bereit. Dann müssen nicht alle Stücke
aufwändig einzeln aufgeladen werden.
- Kleine Kartonagen und Knüllpapier lassen sich am besten im Grauen
Papiersack sammeln und bereitstellen. Sie können dann einfach aufgeladen
werden.
- Achten Sie bitte darauf, dass die Bündel und die Säcke
nicht schwerer als 10 kg werden, damit sie noch einfach aufgeladen werden
können. Die Vereinsmitglieder, unter denen sich viele Jugendliche
befinden, müssen den ganzen Tag über Schwerstarbeit leisten.
- Die Grauen Säcke für die Sammlungen erhalten Sie kostenlos
bei den meisten Gemeinde-Verwaltungen und in den Recyclinghöfen.
Wo genau Sie die kostenlosen Grauen Säcke für Ihr Altpapier
erhalten, können Sie hier nachschauen.
- Stellen Sie bitte das Sammelgut am Abfuhrtag bis spätestens
6.00 h morgens gut sichtbar am Stra-ßenrand bereit. i Ins Altpapier
dürfen kein Hausmüll, keine Speisereste oder andere Wertstoffe
gegeben werden; der Graue Sack wird sonst nicht mitgenommen, da eine
Verwertung des Altpapiers ausgeschlossen ist.
- Getränkekartons, „Papier“-Joghurtbecher, Milch-,
Saft- und Sahnetüten gehören in den Gelben Sack.
- Zellstoffe wie z.B.: Papierhandtücher, Tempos, Küchenkrepppapier
(Zewa) oder Eierkartons sind besser in der Biotonne aufgehoben.
- In die Restmülltonne gehören: Durchschreibpapier,
Wachspapier (für Käse oder Wurst), Faxpapier (Thermopapier),
durchgefärbtes Papier (Reißprobe), Kohlepapier, beschichtetes
Papier, Transparentpapier, Pergamentpapier, Butterbrotpapier, Aufkleber,
Etiketten, Bastelkrepppapier. Diese Papiere sind beschichtet oder naßfest
und daher nicht für das Altpapier-Recycling geeignet.
Die „neuen“ Grauen Säcke
Die EVA GmbH liefert seit Herbst 2003 verkleinerte Graue Säcke
aus; sie sind um ca. 30 cm verkürzt worden.
Das hat bei vielen Bürgern Unverständnis und Beschwerden ausgelöst,
da in die Säcke nicht mehr so viel Altpapier hineinpaßt und
sie nun auch etwas dünnwandiger sind. Die Verkürzung ist jedoch
beabsichtigt, und es wird auch noch einige Zeit abgewartet und beobachtet,
ob die Verkleinerung der Säcke die von uns gewünschten Ziele
erreicht.
Für die Verkleinerung der Grauen Säcke gibt es mehrere Gründe:
Es wird seit langem beklagt, dass die zur Sammlung bereitgestellten Säcke
zu schwer sind: Gewichte von 20 oder 25 kg sind keine Seltenheit.
Da bei den Vereinssammlungen auch viele Jugendliche mitmachen, hatten
die ganz besonders schwer zu schleppen. Und so einen schweren Sack auf’s
Sammelfahrzeug zu wuchten, ist kein Kinderspiel, sondern Schwerstarbeit.
Appelle, die Säcke nicht zu voll zu machen, brachten bisher nicht
das gewünschte Ergebnis. Da nun in die Säcke weniger hineinpaßt,
sind sie leichter zu handhaben.
Seit Jahren beobachten wir außerdem, dass die Grauen Säcke
nicht nur für die Altpapiersammlung, sondern auch für sehr
viele andere Zwecke benutzt werden. Die Säcke waren mit ihrer
Größe und Stabilität offensichtlich überaus praktisch
für die Altkleidersammlung, für den Transport von Gartenabfällen
oder gar als Abdeckfolie beim Weißeln.
Ein Beispiel, das die Situation verdeutlicht: in Penzberg sind von 2001
auf 2002 rund 60.000 Säcke mehr ausgegeben, aber nur 8 Tonnen mehr
Altpapier eingesammelt worden. Wäre jeder dieser zusätzlich
ausgegebenen Säcke mit nur 10 kg Altpapier befüllt worden, hätte
man 600 Tonnen mehr Altpapier eingesammelt.
Wir hoffen auf Ihr Verständnis für diese Maßnahme, mit
der wir versuchen möchten, die Arbeit der Vereine zu erleichtern
und die finanziellen Ausgaben in sinnvollen Grenzen zu halten.
Bei einem Problem, das seitens der Bürger häufiger angesprochen
wurde, gäbe es jedoch Abhilfe:
Einige Haushalte oder Betriebe spannen die Säcke in spezielle
Ständer ein, um das Altpapier bequem hineinwerfen zu können.
Die Säcke sind nun zu kurz für die Ständer und rutschen
nach unten heraus. Wenn man jedoch unter den Ständer einen größeren
Karton oder Kasten platziert, der den Sack abstützt, kann man
den Ständer weiterhin für die Altpapiererfassung nutzen. |